Berlinopen 2019

In der zweiten Runde des Berlinopen gab es die ersten größeren Überraschungen. Dazu erwartente 1-0-1-0-1... in der Ergebnisliste wurde gleich an mehreren Stellen auch im Vorderfeld der Tabelle unterbrochen.
Hervorzuheben ist sicher der Sieg von Alfred Parvanyan aus Armenien (der allerdings für den Verein TuRa Harksheide spielt) gegen den jungen US Großmeister Akshat Chandra. Eine ausgezeichnet geführte Partie brachte am Ende den verdienten Sieg ein, auch wenn der Großmeister vielleicht nicht den "besten Tag" hatte. 
Als weitere Überrraschung kann sicher auch der Sieg von dem gerade 14 jährigen Bagri Advait aus Singapore gegen den israelischen IM Ismael Teran Alvarez, bezeichnet werden. Bagri gelang es in der Partie, sich gegen den IM erst eine Qualität gegen ein zugegeben sehr starkes Läuferpaar zu sichern und dann im Endspiel seinen a-Bauern immer weiter in Richtung Umwandlungsfeld zu führen, was schließlich einen der beiden Läufer gekostet hätte und sich der schwarz spielende IM nicht mehr zeigen lassen wollte. 

Es gab auch die erste richtige Dramen zu sehen. So geriet der Berliner FM Robert Glanz mit schwarz in die nebenstehenden Position, die allerdings von beiderseitiger sehr knapper Zeit gekennzeichnet war. Schwarz hatte soeben seinen Turm auf g3 geopfert, evtl. in der Annahme, dass der Weiße mit dem "Gegenopfer" auf e6 erst noch ein Zwischenschach gibt. Aber Weiß nahm einfach den Turm. Nicht ganz klar, ob Robert in der Position den vorhandenen Turm auf b6 schlicht vergaß, denn er spielte überraschend für alle 1. ...d3?,
was nach der Antwort 2. Txe6+ eben direkt zum Verlust führt. Allerdings war rein objektiv betrachtet auch der Zug 1. ... Kf6 nicht ausreichend die Partie zu retten. Weiß kann sich einfach über die Felder f3 oder f4 an die Bauern annähnern und gewinnt dann zwngsläufig auch. Sein Gegner Thore Meiwes vom SK Lehrte ist mit einer Elo von 2050 allemal mehr als stark genug, diesen realtiv einfach Gewinnweg zu finden.

rd2


Die Spieler unseres Vereins zeigten in der Summe gute Leistungen, auch wenn eben nicht alle erfolgreich sein konnten. August Hohn besiegte seinen Gegner Peter Harbacj aus Groß Schönebeck, Detlef Just bezang Nikolaus Kellner (der für den Verband Australiens spielt)  und Maik Kopischke konnte Ralf Kramer aus Berlin bezwingen. Tom Kraft erreichte ein Remis gegen Dr. Pietro Massa.